Umbau Pflegestift nach LHeimBauVO, Stuttgart-Münster
Wohlfühlen im Bestand – Umbau des Pflegestifts in Stuttgart-Münster
Für die DfM (Dienste für Menschen gGmbH) entstand mitten im laufenden Betrieb eine zeitgemäße Pflegeeinrichtung zum Wohlfühlen. Trotz Pandemiebedingungen und engem Zeitrahmen gelang die Umsetzung nach Landesheimbauverordnung, ohne den Alltag der Bewohner spürbar einzuschränken.
Projektfakten
Bauherr
DfM – Dienste für Menschen gGmbH
Adresse
Schussengasse 3, 70376 Stuttgart
Fertigstellung
2022
Leistungsumfang
Architektur Lph 1 – 9

75 Einzelzimmer nach Landesheimbauverordnung, entstanden durch Umbau bei laufendem Betrieb mit neuer Großküche, Bistro und Stahlbalkonen.
Aufgabenstellung
Eine zeitgemäße, moderne Pflegeeinrichtung zum Wohlfühlen
Umgestaltung gemäß Landesheimbauverordnung, Schaffung von Einzelzimmern
Küchenmodernisierung inkl. provisorischer Küche für die Bauzeit
Sanierung Begegnungsstätte
Neue Tagespflegebereiche
Erweiterung des Haupteingangs und der Balkone
Ein-/ Neubau eines Bistros inkl. neuer Innenhof am Haupteingang

Konzept
Architektonischer Ansatz
Der Umbau erfolgte in mehreren Bauabschnitten bei laufendem Betrieb und unter Berücksichtigung der erhöhten Anforderungen während der Pandemie. Sämtliche Beteiligte – Bewohner, Pflegekräfte, Handwerker, Planer und Bauleiter – mussten spezielle Vorgaben einhalten. Gemäß LHeimBauVO wurde die Einrichtung von Einzelzimmern umgesetzt. Damit eine effiziente Flächen- und Personalauslastung möglich ist, wurde aus einer ehemaligen Dachterrasse ein neuer Innenraum mit Bewohnerzimmern geschaffen.
Ein durchdachtes Farbkonzept, mit weit mehr als 100 eingesetzten Farben, trägt zur Wohnlichkeit bei und erleichtert die Orientierung. Die komplett modernisierte Küche ermöglicht eine tägliche, frische Zubereitung der Mahlzeiten. Im neu gestalteten Café können bis zu 40 Personen Kaffee und Kuchen genießen. Da diese Angebote auch für die Öffentlichkeit zugänglich sind, wird die soziale Interaktion gezielt gefördert.


Herausforderung
Die Herausforderung lag darin, den Umbau bei laufendem Betrieb und unter Pandemiebedingungen sicher umzusetzen.
Eine große logistische Herausforderung waren die Sanierungen im Bereich der Rampen, der Treppenhäuser und der Aufzüge. Diese Bereiche sind elementar für die Sicherheit und bspw. für den internen Essenstransport. Teilweise sind 4-6 qm große einzelne Bauabschnitte entstanden, bspw. für die Bodensanierung vor den Aufzügen.
Umbau bei laufendem Betrieb
Umbau während der Pandemie
Brandschutzertüchtigung
Provisorische Einrichtungen für diverse Nutzungen: Friseur, Kapelle, Umkleiden, Küche, Eingang und Büros
Baustellenlogistik, inkl. Ladeflächen und Zufahrten
Umsetzung & Lösung
Umbau in drei Bauabschnitten – barrierefrei und sicher bei laufendem Betrieb
Baumaßnahmen für den Umbau nach LHeimBauVO wurden in 3 Bauabschnitten innerhalb 2 Jahren umgesetzt, inkl. Erschwernisse durch Pandemie am Ende des 3. Bauabschnitts
Schnittstellen für Strangsanierungen der oberen Geschosse musste präzise definiert werden für die nicht zu sanierenden Bereiche
Zugangsmöglichkeit ins Gebäude musste jederzeit barrierefrei und sicher gegeben sein – auch für Waren- und Personentransporte
Neue Stahlskelettkonstruktion auf ehemaliger Dachterrasse für zusätzliche Bewohnerzimmer und Aufenthaltsbereich
Büro- und Terrassensanierungen im EG in kleinen Bauabschnitten
Immer wieder kurzfristige zusätzliche Umbaubereiche auf Grund neuer Erkenntnisse



Nachhaltigkeit & Technik
Technikerneuerung im respektvollen Umgang mit dem Bestand
Grundlegende Technikerneuerung
Schnittstellen zum Bestand und zu nicht sanierten Bereichen bspw. von Installationsleitungen präzise definieren
Beengte Situationen für Rohinstallationen im Bestand
Provisorische Installationen für die einzelnen Bauabschnitte notwendig
Schützenswerte Klinkerfassade im Bestand herausfordernd bei Fenstersanierung und Ertüchtigung der Hülle. Bspw. mussten Innendämmungen verbaut werden, wo bauphysikalisch notwendig











